Ideen

Warum Sie Ihre Ideen offen teilen sollten

Vor ein paar Tagen lief ich hier am Fraunhofer durch die Gebäude und stellte fest, dass ich bei vielen Abteilungen und Laboren gar nicht so genau weiß, an was dort gearbeitet wird. Oft arbeiten kleine Teams an neuen Ideen und als Außenstehender bekommt man kaum Einblicke, was hinter den geschlossenen Türen passiert. Auch in anderen Organisationen wird oft dazu geneigt Ideen, Entwicklungen und Innovationen erst einmal von der Außenwelt abzuschirmen.

Wovor hier geschützt werden soll, kann sich wahrscheinlich jeder denken: Die Ideen, der Prototypen oder die neue Software sollen vor Betriebsspionage oder vor allgemeinem Ideen-Klau geschützt werden. Das Risiko, dass jemand Ihr Wissen oder Ihre Idee stiehlt, bevor Sie selbst damit an den Markt gehen können ist groß. So weit, so gut – oder vielleicht doch nicht?

Ich kann diese Ängste nachvollziehen und sie sind sicherlich auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Dennoch denke ich, dass es sich manchmal lohnen könnte die Türen weit zu öffnen – für den Ideen-Austausch. Denn abgesehen von den Risiken gibt es ebenso gute Gründe Ideen auch schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt in offener Runde zu teilen.

 Eine einmal ausgesprochene große und wahre Idee ist unsterblich; die Entwicklung des Guten, welche sie beabsichtigt, kann wohl mitunter durch äußere Umstände verzögert, aber niemals unterdrückt und vernichtet werden. Oskar II (1829-1890), König von Schweden

5 Gründe für das teilen Ihrer Ideen

1. Wer Ideen kommuniziert, kann sie weiter ausarbeiten
Sie kennen das sicherlich auch: Sie haben eine tolle Idee, aber ganz ausgereift und vor allem so ganz ausgearbeitet ist sie noch nicht. Im offenen Austausch mit anderen fallen Ihnen beispielsweise Details auf, die Sie berücksichtigen müssen, die Ihnen zuvor gar nicht eingefallen sind. Der Input von anderen zahlt also am Ende auf die genauere Ausgestaltung quasi den Feinschliff Ihrer Idee ein.

2. Die Spreu vom Weizen trennen
Seien wir doch mal ehrlich: Auch wenn wir es gerne anders hätten, nicht jede Idee ist auch wirklich eine gute Idee. Vielleicht ist es tatsächlich eine gute Idee und alle sind ebenso begeistert wie Sie selbst. Doch vielleicht ist Ihre Idee auch eben keine so gute Idee. Wäre es dann nicht besser, jemand sagt Ihnen, dass er es für eine schlechte Idee hält, bevor Sie jede Menge Zeit, Energie, Ressourcen und vor allem Geld investieren?

3. Feedback einholen
Wenn Sie Ihre Idee offen teilen bekommen Sie recht schnell ein umfangreiches Meinungsbild zurück. Hieran kommen Sie schon einmal ablesen wie gut Ihre Idee beispielsweise bei der Zielgruppe ankommt. Gleichzeitig bekommen Sie, wie schon in Grund 1 genannt, weiteren Input zu Ihrer Idee. Änderungen, Verbesserungen oder Wünsche für neue oder erweiterte Funktionen werden von der Community geäußert und bieten eine tolle Grundlage für Sie Ihre Idee zu optimieren.

4. Gibt es Ihre Idee vielleicht bereits?
Zugegeben, damit sollten Sie wahrscheinlich anfangen, bevor Sie Ihre Idee konkretisieren, weiterentwickeln und sich Feedback einholen. Aber selbst wenn die Recherche bei Google und Co. nichts ergibt und es Ihre Idee augenscheinlich noch nicht gibt, lohnt es sich andere an Ihrer Idee zu beteiligen. Denn vielleicht weiß jemand von einer Organisation, die bereits an Ihrer Idee arbeitet und schon viel weiter ist, als Sie selbst.

5. Gemeinsam mehr erreichen
Sie haben alle bisher genannten Gründe berücksichtigt: Sie haben eine tolle Idee, an der bisher noch niemand arbeitet. Sie haben ein nützliches Feedback bekommen und Ihre Idee weiter ausgereift. Doch jetzt fehlt Ihnen an der ein oder anderen Stelle vielleicht das Know-How oder schlicht die Ressourcen zur Umsetzung? Wenn Sie Ihre Idee offen kommunizieren und teilen, lassen sich so schnell auch die passenden Partner zu einer schnellen Umsetzung finden. Übrigens helfen auch wir Ihnen gerne dabei. Also scheuen Sie sich nicht in Kontakt mit uns zu treten!

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